(Java) Programmierpraktikum

Das Programmierpraktikum ist Teil der Pflichtveranstaltungen, um es belegen zu können muss man Algorithmen und Datenstrukturen bestanden haben. Dieses Praktikum soll die Grundlagen von Java und dem objektorientierten Programmieren vermitteln und stützt sich dabei auf das Buch „Java ist auch eine Insel„. Die Dauer beträgt (soweit ich mich entsinne) 8 Wochen.

Eigentlich gibt es nicht wirklich viel zu sagen:

Struktur

Wie die beiden anderen Praktika (Softwarepraktikum, Hardwarepraktikum) gibt es keine begleitende Vorlesung, jedoch findet es im Gegensatz zu diesen in der vorlesungsfreien Zeit statt – vielleicht ist das auch der Grund für die fehlende VL 😀 . Das JPP ist in drei „Module“ unterteilt: im ersten Modul bearbeitet man mehrere kleine Aufgaben (bei mir waren es drei Stück), im zweiten Modul bearbeitet man ein größeres Projekt (bei mir war es „Hexworld“, eine Art Siedler Brettspiel) und das letzte Modul bildet die Klausur.

Durchführung

Die Aufgaben sind ziemlich straight forward gestellt. Eine Kurzbeschreibung der Klasse und deren jeweiligen Methoden gibt an was jene machen soll. Darüber hinaus werden Konstruktor- und Methodenrümpfe, sowie notwendige Attribute gestellt. Mittels diesen Informationen implementiert man seine Lösung und kann diese per zur Verfügung gestellten lokalen JUnit Tests überprüfen. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden lädt man den Code auf den Server hoch, wo er nochmals mittels weiteren JUnit Tests geprüft wird.

Bewertung

Besteht der Code aus Modul 1 die serverseitigen JUnit Tests, so kann man Modul 2 bearbeiten. Erhält man für Modul 2 mindestens einen gelben Haken der Tests, so wird die Lösung nochmal von einem Mitarbeiter durchgeguckt und bewertet. Erhält man mind. 75%, so ist man für die Klausur zugelassen. In dieser musste ich, auf Kommandozeilenbasis, 4 Gewinnt nachprogrammieren. Auch hier werden den Studenten JUnit Tests zur Seite gestellt. Die Bewertung ist relativ locker (ein Bekannter hatte keinen einzigen grünen Haken und hat dennoch bestanden), denn die Klausur soll nur sicherstellen, dass man die Aufgaben des Praktikums selbst implementiert hat.

Fazit

Ich halte es für notwendig, dass ein solches Praktikum angeboten wird, denn auch wenn der Fokus im Studium nicht auf dem Programmieren liegt, so gehört es „einfach dazu“. Ich empfand es nicht als schwierig, aber als zeitintensiv (5-6 Tage / Woche, 6-10 Stunden / Tag). Jedoch gibt es viele Leute, die 2-3 Anläufe brauchen um es zu bestehen.