Standard-Office-Kurs für Fortgeschrittene I und II

Wie ich schon im allgemeinen Beitrag über mein Studium schrieb, gehören die beiden Office Kurse in den Bereich der „Allgemeinen Schlüsselqualifikationen“ und bringen jeweils 4 ECTS Punkte. Das schöne an diesen Veranstaltungen ist, dass es neben der Einführungsveranstaltung keine weiteren Treffen gibt, sondern wöchentlich Übungsblätter online gestellt werden (für die Klausurzulassung müssen 50% der Übungspunkte erreicht werden) deren Bearbeitung pro Blatt ca. 1-3 Stunden in Anspruch nimmt. Am Ende des Semester wird eine unbenotete Klausur geschrieben.

Der Standard-Office-Kurs I befasst sich ausschließlich mit Tabellenkalkulation und allem was dazu gehört. Da nicht von jedem Studenten verlangt werden kann, sich eine Microsoft Office Excel Lizenz zu holen, wurde openOffice Calc verwendet. Angefangen wurde mit leichten Formeln und bedingten Formatierungen. Danach kamen Dinge wie die Korrektheitsprüfung der Eingabe eines endlichen Automaten, Suchen und Ersetzen, Makros, Diagramme, Dialoge, und Skriptprogrammierung. Ich muss sagen, dass es die Übungsblätter oft in sich hatten und man auch länger dran saß, als bei denen für den zweiten Kurs. Die Klausur war fair gestellt, die Zeit reichte sehr gut aus und man muss bedenken, dass man mit >= 4.0 bestanden hat.

Der Standard-Office-Kurs II befasst sich zu ca 1/3 mit Textverarbeitung (auch hier kein Word, sondern der openOffice Writer) und zu 2/3 mit Latex. Man kann sich für 5€ im Rechenzentrum der Uni ein Handbuch kaufen, an welchem sich auch die Übungsblätter chronologisch orientiert haben. Angefangen wurde mit dem Writer und verschiedenen Formatvorlagen, über Suchen und Ersetzen bis hin zu Serienbriefe und Abbildungsverzeichnissen. Danach wurde mit Latex weiter gemacht. Von den syntaktischen Grundlagen (Fehler finden) über Schriften, Formatierungen, Verzeichnisse, eigene Strukturen, Einfügen von Bildern und Tabellen, bis hin zu Vergleichen und Zusammenfügen von unterschiedlichen Versionen eines Dokuments. Die Übungsblätter waren recht schnell gemacht, da sie sich – wie gesagt – am Handbuch orientierten und man dieses einfach lesen musste. Auch die Klausur war sehr gut machbar – zumindest sobald einem klar wird, dass man auf einmal unter Linux arbeitet (und nicht wie daheim unter Windows) und deswegen ein anderes Paket für die Schrift wählen muss, um das Dokument kompilieren zu können 😉